Filtertuch ANTISTATISCH für SPÄNEX Mobil 14 · Ø 535/675 mm · 1.490 mm · Absauganlage Wilhelm & Sander NEUWARE Art.-Nr. 100238
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Ein Filterschlauch wird nach Maß gefertigt. Dafür brauchen wir fünf Angaben: Durchmesser, Länge, obere Ausführung, untere Ausführung und Material.
Messen Sie am ausgebauten Schlauch. Die Ausführung von Ober- und Unterteil entscheidet mit – Spannring, Schlaufe oder eingenähter Boden sind nicht gegeneinander tauschbar.
Filtertuch für SPÄNEX Mobil 14 – antistatische Ausführung – Ø 535 / 675 mm · 1.490 mm
Polyester-Nadelfilz mit eingenadeltem leitfähigem Fadengitter · beidseitig Saum mit Bindeband · Anströmseite innen · für Kunststoff-, GFK- und Mineralwerkstoffstäube · passend für den Mobilentstauber Mobil 14 (ältere Ausführung) von Wilhelm & Sander / SPÄNEX · Art.-Nr. 100238
Zum Aussehen und Lieferumfang: Das Tuch wird schlicht weiß ohne Aufdruck und ohne Herstelleretikett geliefert. Das Originaltuch trug ein aufgedrucktes Markenzeichen – diese Marke ist geschützt und wird von uns nicht verwendet. Maße, Ausführung und Befestigung sind identisch, Funktion und Passform davon nicht berührt.
Diese Variante unterscheidet sich vom Standardtuch in einem Punkt: In den Nadelfilz ist ein Gitter aus leitfähigen Fäden eingearbeitet – carbonbeschichtete bzw. Edelstahlfasern in Kett- und Schussrichtung,
Warum das nötig ist: Beim Absaugen reiben Partikel im Luftstrom permanent an der Filteroberfläche. Bei jedem Kontakt zweier ungleicher Materialien wandern Elektronen von einem zum anderen – triboelektrische Aufladung. Wie viel Ladung übertragen wird, hängt davon ab, wie weit die beiden Stoffe in der triboelektrischen Reihe auseinanderliegen. Holzstaub und Polyester liegen vergleichsweise nah beieinander; Glas, GFK und viele Kunststoffe dagegen weit entfernt – hier wird pro Stoß deutlich mehr Ladung getrennt.
Das eigentliche Problem ist der Abfluss. Unbehandelter Polyester-Nadelfilz hat einen Oberflächenwiderstand in der Größenordnung von 10¹³ Ω. Die Relaxationszeit, in der eine aufgebrachte Ladung abklingt, liegt damit im Bereich von Minuten bis Stunden – praktisch fließt nichts ab. Die Ladung summiert sich über die Betriebszeit, bis das Tuch und alle isoliert montierten Metallteile ein Potenzial von mehreren Kilovolt erreichen.
Daraus folgen drei Effekte, die man im Betrieb tatsächlich merkt:
- Entladungen. Eine Büschelentladung von einer geladenen Kunststoffoberfläche erreicht einige Millijoule. Die Mindestzündenergie liegt bei feinem Holzstaub je nach Korngröße im zweistelligen Millijoule-Bereich, bei manchen Kunststoff- und Lackstäuben darunter. Der Abstand zwischen „harmlos" und „zündfähig" wird damit kleiner, als vielen bewusst ist.
- Anhaftender Staubkuchen. Geladene Partikel werden durch Coulomb- und Bildladungskräfte regelrecht an die Faser gepresst. Das Tuch lässt sich schlechter abrütteln, der Differenzdruck steigt, der Volumenstrom fällt – die Absaugleistung sinkt, obwohl das Tuch noch lange nicht verbraucht ist.
- Staub überall. Das geladene Tuch zieht Feinstaub auch außen an und gibt ihn bei Berührung wieder ab. Wer schon einmal beim Beutelwechsel eine gewischt bekommen hat, kennt den Effekt.
Was das Fadengitter ändert: Es senkt den Oberflächenwiderstand um mehrere Zehnerpotenzen auf < 10⁹ Ω. Die Ladung wird kontinuierlich über das Gitter abgeführt, statt sich aufzubauen – das Abklingen läuft dann im Sekundenbereich statt im Stundenbereich. Gemessen wird das üblicherweise nach EN 1149-1 (Oberflächenwiderstand) bzw. EN 1149-3 (Ladungsabklingen).
| Standardausführung | Antistatische Ausführung | |
|---|---|---|
| Oberflächenwiderstand | ca. 10¹³ Ω | < 10⁹ Ω |
| Ladungsabbau | praktisch keiner – Ladung summiert sich | im Sekundenbereich, bei geerdetem Gitter |
| Abreinigung | Staubkuchen haftet elektrostatisch an | löst sich beim Rütteln deutlich leichter |
| Differenzdruck über Standzeit | steigt schneller an | bleibt länger auf Ausgangsniveau |
| Geeignete Stäube | Holz, trocken, unkritisch | zusätzlich Kunststoff, GFK, Mineralwerkstoff, Lackstäube |
Entscheidend: das Gitter muss geerdet sein. Die Ableitung wirkt nur, wenn das leitfähige Gitter über Filterspannring, Spannstäbe und Gerätegehäuse durchgängigen Kontakt zum Schutzleiter hat. Ein leitfähiges Gitter ohne Erdung ist sogar ungünstiger als gar keins: Ein isolierter Leiter sammelt die Ladung und gibt sie im Zweifel in einem einzigen energiereichen Funken ab – statt in vielen kleinen Büschelentladungen. Prüfen Sie den Durchgang vor der Inbetriebnahme.
Zur Einordnung: Antistatisch ausgeführtes Filtermedium ist eine Schutzmaßnahme gegen elektrostatische Zündquellen im Sinne von TRGS 727 und DIN EN 1127-1. Es macht Ihren Entstauber allein jedoch nicht zu einem ATEX-konformen Gerät – dafür ist die Gesamtbetrachtung der Anlage durch den Betreiber maßgeblich. Wenn Sie in einem explosionsgefährdeten Bereich arbeiten, ziehen Sie Ihre Gefährdungsbeurteilung heran.
Der Wechsel dauert wenige Minuten und kommt ohne Werkzeug aus. Die Reihenfolge folgt der Montageanleitung des Geräteherstellers:
- Gerät ausschalten und vom Netz trennen. Abfüllbeutel abnehmen.
- Die Flügelmuttern der beiden Spannschrauben außen am Zyklonteil lösen und die Filterspannstäbe nach unten schieben. Das Tuch entspannt sich.
- Das Bindeband am oberen Zyklonrand öffnen, die äußere Filterbahn abnehmen, anschließend die innere lösen.
- Den Filterspannring aus dem alten Tuch nehmen – er wird weiterverwendet und ist nicht im Lieferumfang.
- Neues Tuch überziehen und die beiden Rohrhülsen des Spannrings auf die Spannstäbe stecken.
- Bindeband am Zyklonrand fest anspannen. Bei Bedarf die Gurtbandlänge am Verschluss nachstellen.
- Die Spannstäbe gleichmäßig hochschieben, bis das Tuch straff steht, dann die Flügelmuttern wieder anziehen.
- Sitz beider Bahnen prüfen – sie müssen dicht anliegen.
- Bei der antistatischen Ausführung zusätzlich: Durchgang zwischen Fadengitter, Spannring und Gerätegehäuse prüfen, damit die Ladung tatsächlich abfließen kann.
- Abfüllbeutel unter den Federklammern festklemmen und mit dem Spannverschluss anziehen. Der Beutel muss auf der Bodenplatte aufliegen.
Zwei Punkte, an denen es häufig hakt: Das Tuch darf beim Einbau nicht verdreht werden – die Längsnaht muss senkrecht stehen. Und der Verschluss muss wirklich fest sitzen: Löst sich das Tuch im Betrieb, blockiert der Filter und die Absaugleistung bricht ein.
Im laufenden Betrieb: Vor jeder Entleerung des Abfüllbeutels den Ventilator ausschalten und das Filtertuch durch Rütteln an den Spannstäben abreinigen. Von Zeit zu Zeit die Verschmutzung des Tuches prüfen und den Motor entstauben; dazu äußere und innere Filterbahn lösen und danach wieder auf festen, dichten Sitz achten.
Die Mobil-Geräte stammen aus einer Zeit, in der Filtertücher üblicherweise aus Baumwollgewebe gefertigt wurden. Das war damals Stand der Technik – und der Grund, warum viele dieser Tücher nach ein paar Jahren ausgebeult, hart oder an den Nähten eingerissen waren. Unser Tuch wird aus Polyester-Nadelfilz gefertigt, dem heutigen Standard für industrielle Entstaubung. Das Gerät bleibt dasselbe, das Filtermedium ist eine Generation weiter.
| Baumwollgewebe · früher | Polyester-Nadelfilz · heute | |
|---|---|---|
| Feuchtigkeitsaufnahme | 8–10 % – quillt auf, wird schwer | ca. 0,4 % |
| Formstabilität | dehnt sich, verliert die Spannung | formstabil, dreifach vernäht |
| Reißfestigkeit längs | deutlich geringer | über 1.400 N / 5 cm |
| Dauertemperatur | begrenzt, Verschälung möglich | bis 150 °C |
| Abreinigung | Poren setzen sich zu, Leistung fällt ab | glatte Oberfläche, Staub löst sich beim Rütteln |
| Feuchte und Schimmel | anfällig bei Restfeuchte im Span | nicht anfällig, verrottet nicht |
In der Praxis heißt das: längere Standzeit, gleichbleibender Volumenstrom über die Standzeit und ein Tuch, das sich auch nach Jahren noch straff spannen lässt.
Ersatz-Filtertuch für den Mobilentstauber Mobil 14 von Wilhelm & Sander / SPÄNEX, ausgeführt nach der älteren Bauform – hier in der antistatischen Variante. Das Tuch sitzt oben auf dem Zyklonteil und wird an beiden Enden mit einem eingezogenen Bindeband befestigt. Zwei Filterspannstäbe halten es in Form; über den Filterspannring lässt es sich nach dem Einbau straff spannen.
Wann diese Ausführung sinnvoll ist: Immer dann, wenn nicht nur Holz abgesaugt wird. Kunststoffe wie PVC, PMMA und HPL, glasfaserverstärkte Werkstoffe (GFK), Mineralwerkstoffe wie Corian sowie trockene Lack- und Schleifstäube laden sich beim Absaugen stark auf. Wer solche Werkstoffe im Wechsel mit Holz bearbeitet – in der Möbel- und Ladenbaufertigung eher die Regel als die Ausnahme – fährt mit dem antistatischen Tuch ruhiger.
Gefertigt wird nach Maßaufnahme am Originaltuch, nicht nach Katalogmaß. Maße, Ausführung und Befestigung entsprechen dem Originaltuch, das Filtermedium ist auf heutigem Stand. Geliefert wird das Tuch weiß, ohne Aufdruck und ohne Markenetikett.
Passt das Tuch zu meinem Gerät? Messen Sie am ausgebauten Tuch den oberen und den unteren Durchmesser sowie die Länge zwischen den Säumen. Stimmen 535 mm, 675 mm und 1.490 mm überein, ist es dieses Tuch. Beim Mobil 14 gab es über die Baujahre unterschiedliche Ausführungen – messen Sie deshalb bitte unbedingt nach. Bei Abweichungen fertigen wir nach Ihrem Muster.
Bitte beachten Sie: Es handelt sich um eine Sonderanfertigung mit einer Lieferzeit von 3–6 Wochen ab Bestelleingang. Eine Rücknahme nach Produktionsbeginn ist nicht möglich. Bitte prüfen Sie die Maße vor der Bestellung sorgfältig.
| Passend für | SPÄNEX / Wilhelm & Sander Mobil 14 (ältere Ausführung) |
| Artikelnummer | 100238 |
| Ausführung | Antistatisch |
| Durchmesser oben | 535 mm |
| Durchmesser unten | 675 mm |
| Länge | 1.490 mm |
| Ausführung oben | Saum nach außen mit Bindeband (innen) |
| Ausführung unten | Saum nach außen mit Bindeband (außen) |
| Anströmseite | Innen |
| Filtermedium | Polyester-Nadelfilz, antistatisch ausgerüstet |
| Leitfähige Komponente | Eingenadeltes Fadengitter, Kett- und Schussrichtung, Raster ca. 10 mm |
| Oberflächenwiderstand | < 10⁹ Ω (Prüfung nach EN 1149-1) |
| Erdung | Erforderlich – über Filterspannring und Gerätegehäuse |
| Dauertemperatur | bis 150 °C |
| Feuchtigkeitsaufnahme | ca. 0,4 % |
| Längsnaht | Dreifach genäht |
| Farbe / Kennzeichnung | Weiß, ohne Aufdruck und ohne Markenetikett |
| Lieferumfang | 1 Filtertuch – Filterspannring und Spannstäbe werden weiterverwendet |
| Gewicht | ca. 2,0 kg |
| Zustand | Neuware |
| Lieferzeit | 3–6 Wochen (Sonderanfertigung) |
| Ursprungsland | Deutschland |
Zur Einordnung: Die Baureihe umfasst drei Baugrößen. Dieses Filtertuch gehört zum Mobil 14.
| Typ | Luftmenge m³/h | Motor kW | Ø d1 mm | □ d2 mm | Ansaug stutzen mm | Höhe max. mm | Filterfläche m² | Abfüllmenge l |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mobil 12 | 950 | 0,55 | 550 | 530 | 125 | 2.050 | 2,2 | max. 220 |
| Mobil 14 | 1.300 | 0,75 | 670 | 610 | 140 | 2.350 | 2,8 | max. 370 |
| Mobil 16 | 1.650 | 1,1 | 670 | 610 | 160 | 2.550 | 3,4 | max. 370 |
Luftmenge frei ansaugend, Gerätewiderstand pst = 735 Pa berücksichtigt. Angaben nach dem Datenblatt des Geräteherstellers.
Einsatzempfehlung des Herstellers für den Typ 14: zur direkten Absaugung von Standardmaschinen wie Kreissäge, Bandsäge, Fräse, Kantenschleifmaschine und Hobelmaschine bis 610 mm Arbeitsbreite, maximaler Absaugstutzen Ø 140 mm. Der Abfüllbeutel zählt bei diesem Gerät bewusst nicht zur Filterfläche – die Filterleistung kommt allein aus dem Rundfilter, also aus diesem Tuch.
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Zustand
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Hersteller Nummer.
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Hersteller
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