Der Sauger hält das Werkstück nicht mehr – oder Sie brauchen Ersatz und wissen nicht, welche Bezeichnung dazugehört. Hier steht, wie das 2-Kreis-System arbeitet, wie Sie das Grundmaß richtig ablesen, welche Sauger baugleich sind und was zuerst verschleißt.
Dafür sind Sie hier richtig
- Das passende Saugermaß bestimmen, bevor Sie bestellen
- Herausfinden, ob HOMAG-, IMA- und Schmalz-Nummer dasselbe Teil meinen
- Klären, ob der Saugerkörper defekt ist oder nur die Saugplatte
- Geprüfte gebrauchte Sauger aus dem Lager – je nach Ausführung deutlich unter Neupreis
- Nicht gefunden heißt nicht: nicht vorhanden. Ein erheblicher Teil des Lagers ist noch nicht eingestellt
Dafür ist der Hersteller die bessere Adresse
- Originalteile ab Werk mit Garantie und exakter Zuordnung über den Teilekatalog
- Teilesuche allein über die Maschinennummer
- Reparatur, Nachrüstung und Serviceeinsätze an der Maschine
- Alles, was bei laufendem Vollbetrieb garantiert innerhalb von Stunden da sein muss
Kurz vorweg: Hält ein Sauger nicht mehr, ist in den meisten Fällen nicht der Sauger hin, sondern die Saugplatte oben oder die Dichtung unten. Beides gibt es einzeln – das entscheidet über einen kleinen oder einen großen Betrag.
Wofür der Sauger da ist
Auf einem Konsolentisch liegt Ihr Werkstück nicht auf einer geschlossenen Platte, sondern auf einzelnen Saugern, die auf verfahrbaren Konsolen sitzen. Damit lässt sich fast jede Werkstückform spannen: Die Konsolen werden unter das Teil geschoben, die Sauger auf den Konsolen so verteilt, dass das Werkzeug freie Bahn hat.
Daraus ergibt sich die Bauart. Der Sauger muss zwei Dinge gleichzeitig tun – sich selbst auf der Konsole festhalten und das Werkstück oben festhalten. Deshalb das 2-Kreis-System.
Was „2-Kreis“ bedeutet
Im Sauger laufen zwei getrennte Vakuumkreise:
Kreis 1 zieht den Sauger von unten auf die Konsole. Er wird über die Konsole gespeist und hält den Sauger bombenfest an seinem Platz, auch wenn oben noch kein Werkstück liegt.
Kreis 2 spannt das Werkstück auf der Saugerfläche.
Für Sie heißt das: Sie können den Sauger verschieben und ausrichten, ohne dass er verrutscht, und das Werkstück wechseln, ohne dass die ganze Rüstung zusammenfällt. Bei Saugern mit Tastventil (Kurzzeichen TV im Typ) öffnet Kreis 2 erst, wenn ein Werkstück aufliegt – dann saugen freie Sauger nicht mit und das Vakuum bricht nicht ein.
Woran Sie den passenden Sauger erkennen
Entscheidend ist das Grundmaß, und zwar in dieser Reihenfolge: Länge × Breite × Höhe, alles in Millimetern. Bei HOMAG- und IMA-Konsolen ist die Höhe fast immer 100 mm; Länge und Breite unterscheiden sich – gängig sind unter anderem 120×50, 125×75, 150×30 und 160×115.
Dazu kommen zwei Kürzel, die bei Schmalz-Saugern hinter dem Maß stehen:
L / Q – Ausrichtung des Sauggummis längs oder quer zur Konsole. D-360 – drehbare Ausführung. TV – mit Tastventil.
Messen Sie im Zweifel den alten Sauger nach, statt sich auf die Bezeichnung zu verlassen. Über die Jahre sind an derselben Maschine oft Sauger unterschiedlicher Baujahre gemischt worden – die Beschriftung sagt dann nichts mehr über den Rest der Reihe aus.
Wer baugleich baut
Der Standard in dieser Bauform kommt von J. Schmalz, Baureihe VCBL-K2 (Blocksauger, 2 Kreise). HOMAG und IMA bauen diese Sauger zu, führen sie aber unter eigener Nummer.
Sie haben nur die HOMAG-Nummer? Dann können Sie ebenso den Schmalz-Sauger einsetzen – beim Blocksauger 160×115×100 bezeichnen HOMAG 2-056-17-0920 und Schmalz 10.01.12.04085 dasselbe Teil. Beide Nummernkreise sind hier abgeglichen, Sie müssen also nicht wissen, welcher davon in Ihrer Unterlage steht.
Was zuerst verschleißt
Der Saugerkörper aus Aluminium hält praktisch ewig. Verschlissen sind fast immer die weichen Teile – und die gibt es einzeln:
| Bauteil | Was damit passiert | Woran Sie es sehen |
|---|---|---|
| Reibbelag / Saugplatte (oben) | Härtet aus, bekommt Schnitte vom Werkzeug, wird durch Späne eingedrückt | Sichtbare Riefen oder Fräserspuren; Platte ist hart statt griffig |
| Dichtung zur Konsole (unten) | Setzt sich, wird spröde, zieht Nebenluft | Sauger lässt sich von Hand vom Tisch heben, obwohl Kreis 1 anliegt |
| Tastventil (bei TV-Ausführung) | Verharzt oder klemmt durch Staub | Kreis 2 öffnet nicht mehr oder schließt nicht mehr |
| Anschlussstutzen und Dichtringe | Werden beim Umrüsten mechanisch belastet | Zischen am Anschluss bei anliegendem Vakuum |
| Saugerkörper | Verzug nur nach mechanischer Gewalt, sonst dauerhaft | Sauger wackelt auf der Konsole, Auflagefläche nicht mehr plan |
Wenn das Werkstück nicht mehr hält
Die Reihenfolge der Prüfung – vom Billigsten zum Teuersten:
| Was Sie feststellen | Woran es meistens liegt |
|---|---|
| Werkstück verrutscht beim Fräsen, Vakuum steht aber an | Saugplatte ausgehärtet, eingeschnitten oder vom Fräser angeschnitten – Nebenluft an der Oberseite |
| Sauger selbst lässt sich vom Tisch heben | Dichtung auf der Unterseite defekt oder Konsolenkanal verschmutzt |
| Vakuum bricht ein, sobald mehrere Sauger gesetzt sind | Freie Sauger saugen mit – TV-Ausführung fehlt oder das Tastventil klemmt |
| Vakuum steigt an keiner Position auf Sollwert | Nicht am Sauger suchen: Pumpe, Filter oder Hauptleitung prüfen |
| Nur eine Konsole zieht nicht | Zuleitung, Schnellkupplung oder Zonenventil dieser Konsole |
| Sauger hält kalt, verliert im Betrieb | Dichtung setzt sich unter Wärme – Ersatz fällig, kein Einstellfehler |
In der überwiegenden Zahl der Fälle endet diese Liste bei Zeile 1 oder 2. Ein kompletter Saugertausch ist selten nötig – und das ist auch dann noch so, wenn der Sauger zwanzig Jahre alt ist.
Neu oder gebraucht – was sich wann rechnet
Neu ab Werk ist die richtige Wahl, wenn die Anlage im Vollbetrieb steht und Stillstand teurer ist als die Preisdifferenz, wenn eine dokumentierte Instandsetzung verlangt wird, oder wenn Sie eine ganze Reihe gleichzeitig ersetzen und alle Sauger denselben Stand haben sollen. Schmalz, HOMAG und IMA unterhalten dafür umfangreiche Lager.
Ein geprüfter gebrauchter Sauger lohnt sich, wenn ein einzelner Platz ausgefallen ist, wenn Ersatz ins Regal soll, oder wenn eine ältere Maschine wirtschaftlich weiterlaufen soll. Bei einer Maschine, die schon zwanzig Jahre steht, kann eine komplette Saugerreihe zum Neupreis einen erheblichen Teil des Restwerts ausmachen – das ist regelmäßig der Punkt, an dem entschieden wird, ob weiter produziert oder verschrottet wird.
Und häufig braucht es keins von beidem: Wenn nur die Saugplatte hin ist, kostet der Ersatz einen Bruchteil des Saugers. Prüfen Sie das zuerst.
Häufige Fragen
Nein. Ohne den unteren Kreis hält sich der Sauger nicht selbst auf der Konsole – er verrutscht, sobald das Werkzeug seitlich angreift. Für Konsolentische brauchen Sie die 2-Kreis-Ausführung.
Am Kürzel TV in der Typbezeichnung – und im Betrieb daran, dass ein unbelegter Sauger nicht mitsaugt. Ohne Tastventil zieht jeder freie Sauger Luft und das Gesamtvakuum bricht ein.
Nein. Maßgeblich sind Grundmaß und Ausführung, nicht das Logo. HOMAG- und IMA-Sauger dieser Bauform kommen ohnehin überwiegend von Schmalz und laufen nur unter eigener Nummer.
In aller Regel nicht. Reibbeläge und Saugplatten gibt es einzeln. Das ist der mit Abstand häufigste Fall und der günstigste.
Das Grundmaß (Länge × Breite × Höhe), ein Foto von oben und eines von der Seite, und – falls vorhanden – die Nummer auf dem Sauger. Damit ist das Teil meistens ohne Rückfrage erkannt.
Jeder gebrauchte Sauger wird vor dem Verkauf geprüft. Was geprüft wurde und in welchem Zustand die Dicht- und Reibflächen sind, steht in der Artikelbeschreibung – damit Sie es nicht glauben müssen.
Weil sie hier nicht erst als Gebrauchtteil aufgetaucht sind. Ab 1996 lief die Werksvertretung für IMA in unserem Gebiet, rund sieben Jahre lang – also in der Zeit, in der genau die Maschinen ausgeliefert und in Betrieb genommen wurden, deren Teile heute gesucht werden. Diese Vertretung besteht heute nicht mehr; das Wissen über die Baureihen schon.
Warum die Zuordnung hier meistens auf Anhieb klappt: Konsolentische dieser Bauart kamen mit der Maschinengeneration der späten Neunziger und frühen Zweitausender in die Betriebe – und genau diese Generation ist ab 1996 rund sieben Jahre lang über unsere Werksvertretung für IMA in die Region gegangen. Es sind dieselben Baureihen, deren Sauger heute hier im Lager liegen. Sie treffen also nicht auf einen Katalog, sondern auf jemanden, der die Maschinen von der Inbetriebnahme her kennt – einschließlich der Eigenheiten, die in keiner Unterlage stehen.
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Nummer statt Bezeichnung? Dann schlagen Sie hier nach: alle Nummernverzeichnisse
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