★★★★★ 超过 10,000 名满意客户

65 多年木材加工经验

快速国际配送

BIA „M“, IFA „M“, Staubklasse M: Was hinter der Filterbezeichnung steckt – Geschichte, Physik und was heute für Holzstaub gilt

Filterschlauch aus Polyester-Nadelfilz BIA/IFA M mit eingebettetem Schnappring

Gerhard Sondermann GmbH |

„Filterfilz BIA M“ – diese drei Zeichen stehen seit Jahrzehnten in Katalogen, auf Filterschläuchen und in Angeboten. Heute liest man daneben immer öfter „IFA M“ oder einfach „Staubklasse M“. Ist das dasselbe? Ist BIA veraltet? Und was bedeutet das „M“ eigentlich – physikalisch und rechtlich? Dieser Beitrag erklärt die Geschichte hinter der Bezeichnung, wie ein Filterfilz Staub überhaupt zurückhält und was heute für Holzstaub in Tischlerei und Schreinerei gilt.

Das Wichtigste in einer Minute

  • BIA „M“ und IFA „M“ meinen dieselbe Staubklasse. BIA ist der frühere Name des Prüfinstituts, IFA der heutige. Das „M“ ist geblieben.
  • Staubklasse M bedeutet: weniger als 0,1 % des Prüfstaubs gelangen durch den Filter – mehr als 99,9 % werden zurückgehalten.
  • Grundlage ist seit 2005 die europäische Norm DIN EN 60335-2-69 mit den drei Staubklassen L, M und H. Früher galten fünf Verwendungskategorien nach der Vorschrift ZH 1/487. Maßgeblich für die Zuordnung ist die Vergleichstabelle des IFA.
  • Für Holzstaub verlangt die TRGS 553 Entstauber und Industriesauger der Staubklasse M. Hartholzstaub gilt als krebserzeugend, der Grenzwert liegt bei 2 mg/m³.
  • Die Bezeichnung „BIA“ ist in der Branche nach wie vor fest verankert – bei Herstellern, Händlern und Anwendern. Wer nach „BIA M“ sucht, sucht genau das, was heute „IFA M“ heißt.

1. Drei Buchstaben, ein Institut: von BIA über BGIA zu IFA

Hinter allen drei Kürzeln steht dieselbe Einrichtung: das Prüf- und Forschungsinstitut der gesetzlichen Unfallversicherung in Sankt Augustin bei Bonn. Seine Geschichte beginnt mit genau dem Thema, um das es hier geht – Staub.

1935 Staubbekämpfungs- stelle, Bonn 1953 Staubforschungs- institut (STF) 1980 · BIA Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit Sankt Augustin 2003 · BGIA Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz 2007 · IFA Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung Ein Institut – drei Namen. Die Staubklasse „M“ ist dieselbe geblieben.
Vom Staubforschungsinstitut zum IFA: Die Einrichtung hat mehrfach den Namen gewechselt, die Aufgabe ist geblieben.

Aus der 1935 in Bonn gegründeten Staubbekämpfungsstelle wurde 1953 das Staubforschungsinstitut. 1980 bezog es unter dem Namen BIA – Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit seine Gebäude in Sankt Augustin. Unter diesem Namen prüfte das Institut über zwei Jahrzehnte Staubsauger, Entstauber und Filtermaterialien – daher stammt die Bezeichnung „BIA M“.

2003 wurde das Institut in BGIA – Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz umbenannt. Nach der Fusion der Unfallversicherungsverbände erhielt es 2007 seinen heutigen Namen: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, kurz IFA.

Warum „BIA“ trotzdem überall steht

Namen von Prüfstellen ändern sich schneller als Gewohnheiten. „BIA M“ hat sich über Jahrzehnte als Qualitätsbegriff eingeprägt – bei Tischlern, bei Händlern und bei den Herstellern selbst. Bis heute führen namhafte Sauger- und Filterhersteller die Bezeichnung in Katalogen, Artikelnamen und Ersatzteillisten. Auch Filterlieferanten schreiben „BIA M“ weiterhin in ihre Auftragsbestätigungen. Wer einen Ersatzfilter sucht, gibt deshalb meist „BIA M“ ein – und meint damit genau das, was heute auf einer IFA-Prüfbescheinigung steht.

Wir schreiben deshalb bewusst BIA/IFA „M“: Das ist die Bezeichnung, die jeder kennt, und die, die heute formal richtig ist.

2. Von fünf Verwendungskategorien zu drei Staubklassen

Staubbeseitigende Maschinen – Industriestaubsauger, Entstauber, Kehrsaugmaschinen – wurden in Deutschland früher nach der berufsgenossenschaftlichen Vorschrift ZH 1/487 geprüft. Sie kannte fünf Verwendungskategorien. Dieses rein nationale Prüfverfahren wurde in eine internationale Norm überführt, die seit 1998 Bewertungsgrundlage ist; die ZH 1/487 galt mit Übergangsfrist bis 2003. Seit dem 1. Januar 2005 gilt die DIN EN 60335-2-69, Anhang AA – mit nur noch drei Staubklassen.

Mit dem Wechsel haben sich nicht nur die Namen geändert, sondern auch das Prüfverfahren und die Einteilung. Weil in vielen Betrieben ältere und neuere Geräte nebeneinander stehen, ist für Betreiber und Aufsichtspersonen oft nicht auf den ersten Blick erkennbar, welche alte Verwendungskategorie welcher heutigen Staubklasse entspricht. Das IFA hat dafür eine offizielle Vergleichstabelle veröffentlicht, die beide Einteilungen nach Staubgefährlichkeit, maximalem Durchlassgrad und Eignung für brennbare Stäube gegenüberstellt (Stand Juli 2023). Sie ist die maßgebliche Grundlage, wenn ein älteres Gerät oder Filtermaterial eingeordnet werden soll:

3. Die drei Staubklassen heute: L, M und H

Staubklasse Max. Durchlassgrad Abscheidegrad Einsatz
L (leicht) unter 1 % über 99 % Stäube mit Arbeitsplatzgrenzwert über 1 mg/m³
M (mittel) unter 0,1 % über 99,9 % Stäube mit Arbeitsplatzgrenzwert ab 0,1 mg/m³ – darunter Holzstaub
H (hoch) unter 0,005 % über 99,995 % Stäube mit Grenzwert unter 0,1 mg/m³, krebserzeugende Gefahrstoffe, Asbest nach TRGS 519
Von 1 kg Prüfstaub dürfen höchstens durch den Filter: L 10 g M 1 g H 0,05 g Balkenlängen maßstäblich. Jede Klasse ist zehn- bzw. zwanzigmal strenger als die vorherige.
Was „unter 0,1 %“ anschaulich bedeutet: Klasse M hält mindestens 999 von 1.000 Gramm Prüfstaub zurück.

Der entscheidende Begriff ist der Durchlassgrad: der Anteil des Staubes, der den Filter passiert. Sein Gegenstück ist der Abscheidegrad:

Abscheidegrad = 100 % − Durchlassgrad → Klasse M: 100 % − 0,1 % = mindestens 99,9 %

Ein Zahlenbeispiel zeigt, warum die Nachkommastelle zählt: Eine Absauganlage, die im Laufe eines Tages 20 kg Schleifstaub erfasst, gibt bei Klasse L bis zu 200 g an die Luft ab – bei Klasse M höchstens 20 g. Wird die gereinigte Luft in die Halle zurückgeführt, atmen die Mitarbeiter genau diesen Rest ein.

4. Wie ein Filterfilz Staub zurückhält – die Physik dahinter

Man stellt sich einen Filter oft wie ein Sieb vor: Was größer ist als die Löcher, bleibt hängen. Das stimmt nur zum Teil. Ein Nadelfilz aus Polyester besteht aus Millionen kreuz und quer liegender Fasern, zwischen denen die Luft einen verschlungenen Weg nimmt. Die Poren sind dabei oft größer als die Staubteilchen – und trotzdem bleiben mehr als 99,9 % hängen. Dafür sorgen vier physikalische Effekte:

  • Siebeffekt: Grobe Späne und Partikel passen schlicht nicht durch die Zwischenräume.
  • Trägheit: Die Luft weicht jeder Faser aus. Schwerere Partikel können der Kurve nicht folgen, fliegen geradeaus weiter und prallen auf die Faser – wie ein Auto, das in der Kurve zu schnell ist.
  • Sperreffekt: Mittelgroße Partikel folgen zwar der Luftströmung, streifen aber mit ihrem Rand eine Faser und bleiben haften.
  • Diffusion: Sehr feine Partikel unter etwa 0,1 µm werden von Luftmolekülen ständig angestoßen und torkeln im Zickzack (Brownsche Bewegung). Dabei treffen sie früher oder später auf eine Faser.

Einmal an der Faser, halten die Teilchen durch Van-der-Waals-Kräfte fest – dieselben Anziehungskräfte, mit denen Staub an einer senkrechten Wand haftet.

Interessant ist der Bereich dazwischen: Für Partikel um etwa 0,1 bis 0,5 µm sind die großen Effekte (Trägheit, Sperre) schon schwach und die Diffusion noch nicht stark. Hier liegt das Abscheideminimum jedes Faserfilters – Fachleute sprechen vom MPPS, der „most penetrating particle size“. Genau dieser Feinstaubbereich ist für die Lunge besonders kritisch, und genau deshalb ist eine Prüfung mit feinem Prüfstaub aussagekräftiger als jede Maschenweite.

Der Staubkuchen filtert mit

Ein neuer Filterschlauch hat seine volle Leistung nicht in der ersten Minute. Auf der Anströmseite bildet sich rasch eine dünne Staubschicht, der Staubkuchen. Er wirkt selbst als Filter und hält noch feinere Partikel zurück. Bei der Abreinigung – durch Rütteln oder Druckluftstoß – soll der Kuchen abfallen, ohne dass sich Staub tief in den Filz setzt.

Hier kommt die kalandrierte Oberfläche ins Spiel: Beim Kalandrieren wird der Filz zwischen beheizten Walzen verdichtet und geglättet. Der Staub bleibt dadurch an der Oberfläche liegen (Oberflächenfiltration), statt in die Tiefe des Filzes zu wandern (Tiefenfiltration). Das Ergebnis: bessere Abreinigung, ein niedrigerer Differenzdruck, ein gleichbleibender Volumenstrom und weniger Energieverbrauch am Ventilator. Deshalb muss die kalandrierte Seite immer zur Staubseite zeigen – bei innen angeströmten Schläuchen innen, bei außen angeströmten außen.

5. Werkstoff, Ausrüstung und Abreinigung

Die Staubklasse sagt, wie gut ein Filtermedium abscheidet. Wie lange es das tut, hängt davon ab, ob Werkstoff, Ausrüstung und Abreinigung zur Anlage passen. Filtermedien werden im Betrieb auf drei Arten beansprucht:

  • Thermisch: Jeder Faserwerkstoff hat eine zulässige Dauertemperatur. Wird sie überschritten, schrumpft der Filz – der Schlauch sitzt dann nicht mehr sauber auf Stützkorb oder in der Lochplatte. Polyester-Nadelfilz ist bis etwa 150 °C Dauertemperatur ausgelegt und deckt damit die Holzbearbeitung sicher ab.
  • Chemisch: Säuren, Laugen, Lösemittel und feuchte Wärme (Hydrolyse) greifen manche Fasern an. Für Sonderfälle gibt es andere Werkstoffe wie Meta-Aramid, PPS, PTFE oder Glasgewebe.
  • Mechanisch: Bei jeder Abreinigung wird der Filz bewegt, gestaucht oder am Stützkorb gerieben. Grammatur, Materialstärke und Reißfestigkeit entscheiden, wie lange er das aushält.

Mit einer Ausrüstung wird die Oberfläche des Filzes gezielt verändert:

Ausrüstung Wirkung
Kalandrieren Verdichten und Glätten zwischen beheizten Walzen – Staub bleibt an der Oberfläche, der Kuchen löst sich leichter.
Sengen Abflammen abstehender Faserenden – eine glattere Oberfläche, an der sich weniger Staub festsetzt.
Wasser- und ölabweisend Feuchtigkeit und ölige Bestandteile perlen ab, statt in die Fasern einzuziehen – wichtig bei feuchtem oder leicht öligem Staub.
Antistatisch Leitfähige Fasern leiten elektrostatische Ladung ab – bei Kunststoff-, GFK- oder Lackstäuben.
PTFE-Beschichtung / Membran Sehr glatte, dichte Oberfläche für besonders feine oder klebrige Stäube.

Auch die Abreinigung bestimmt die Bauform. Kleine Anlagen und Mobilentstauber werden meist gerüttelt, größere Anlagen mit Rückspülung (Gegenluft) oder mit Druckluftstoß abgereinigt. Bei außen angeströmten Schläuchen verhindert ein Stützkorb, dass der Filz zusammengedrückt wird. Deshalb gilt: Ein Ersatzschlauch muss nicht nur die richtigen Maße haben, sondern auch zur Anströmung und zur Abreinigung der Anlage passen.

6. Filtermedium oder Gerät – wer ist eigentlich „M“?

Ein Punkt, der in der Praxis oft durcheinandergeht: Die Staubklasse nach DIN EN 60335-2-69 bezieht sich auf das ganze Gerät – also Filtermedium, Filterelement, Dichtungen und Gehäuse zusammen. Ein Sauger ist nur dann Klasse M, wenn die gesamte Maschine die Anforderungen erfüllt.

Daneben prüft das IFA auch einzelne Filtermaterialien nach derselben Norm und ordnet sie den Klassen L, M oder H zu. Die geprüften Materialien werden in einer Positivliste geführt (IFA-Handbuch, Kennzahl 550210/1). Zusätzlich gilt: Filterelemente müssen leckagefrei sein.

Was heißt das für Sie? Ein Filterschlauch aus BIA/IFA-„M“-Filz erfüllt die Voraussetzung für die Klasse M. Wirksam wird sie aber erst, wenn der Schlauch dicht sitzt:

  • Der Schnappring sitzt rundum sauber in der Lochplatte, ohne Falten oder Knicke.
  • Deckel, Schellen und Bindebänder sind fest angezogen.
  • Die Längsnaht ist unbeschädigt, der Filz hat keine Scheuerstellen am Stützkorb.
  • Die Anströmseite stimmt – innen oder außen, je nach Anlage.
  • Alte, verhärtete oder eingerissene Schläuche werden vollständig getauscht, nicht nur einzeln.

Schon ein einzelner undichter Schlauch kann mehr Staub durchlassen als alle intakten Schläuche zusammen – der hohe Abscheidegrad des Mediums nützt dann nichts mehr.

7. Warum das für Holzstaub so wichtig ist

Holzstaub ist kein harmloser Schmutz. Hartholzstaub – vor allem von Buche und Eiche – ist als krebserzeugend eingestuft; Tätigkeiten mit Hartholzstaub gelten als krebserzeugende Tätigkeiten. Die maßgebliche Regel in Deutschland ist die TRGS 553 „Holzstaub“, zuletzt aktualisiert im Februar 2025. Die wichtigsten Eckpunkte:

Thema Anforderung
Grenzwert Hartholzstaub 2 mg/m³, gemessen als einatembarer Staub.
Weichholzstaub allgemeiner Staubgrenzwert für einatembaren Staub (10 mg/m³); Minimierung trotzdem geboten
Entstauber und Industriesauger Staubklasse M nach DIN EN 60335-2-69 – auch für Handmaschinen und zum Reinigen
Rückführung gereinigter Luft nur mit geeignetem Filtermaterial und Überwachung; die Berufsgenossenschaft nennt einen Reststaubgehalt von derzeit 0,1 mg Holzstaub pro m³ Rückluft
Prüfung der Absaugung täglich Sichtprüfung, monatlich Funktionskontrolle, jährlich dokumentierte Prüfung mit Luftgeschwindigkeitsmessung

Die Rechnung dahinter ist einfach: Gerade im Winter wird die gereinigte Luft gern in die Halle zurückgeführt, um Heizkosten zu sparen. Dann entscheidet der Filter unmittelbar darüber, wie viel Holzstaub die Mitarbeiter einatmen. Ein Filtermedium der Staubklasse M ist dafür die Mindestanforderung – ein dichter Sitz und eine regelmäßige Kontrolle gehören genauso dazu.

Antistatisch ist eine zusätzliche Eigenschaft, keine Staubklasse. Werden neben Holz auch Kunststoffe, GFK, Mineralwerkstoffe oder Lackstäube abgesaugt, kann ein antistatisch ausgerüsteter Filter sinnvoll oder vorgeschrieben sein. Das ersetzt die Staubklasse nicht, sondern kommt hinzu. Ob Sie ihn brauchen, ergibt sich aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung.

8. Worauf Sie beim Kauf von Ersatzfiltern achten sollten

  • Staubklasse: Für Holzstaub mindestens M – egal ob sie als „BIA M“, „IFA M“ oder „Staubklasse M“ angegeben ist.
  • Maße: Durchmesser, Gesamtlänge und Flachbreite messen, nicht schätzen. Im Zweifel den alten Schlauch als Muster einschicken.
  • Aufhängung: Schnappring, Deckel mit Loch, Stangenaufhängung oder Saum – und an welchem Ende was sitzt.
  • Anströmseite: innen oder außen. Innen und außen angeströmte Schläuche sind nicht austauschbar.
  • Material: Polyester-Nadelfilz mit ausreichender Grammatur (bei uns 470 g/m²) ist formstabil und hält die ständige Bewegung beim Abreinigen aus.
  • Ausrüstung: antistatisch, öl- und wasserabweisend – nur wenn Ihre Stäube es erfordern.

9. Unsere Filterschläuche und Filtertücher

Alle Filterschläuche und Filtertücher, die wir fertigen lassen, bestehen aus Polyester-Nadelfilz der Staubklasse BIA/IFA „M“ mit einem Durchlassgrad unter 0,1 %. Sie werden in Deutschland nach Maß gefertigt – auf Wunsch nach Ihrem Muster:

Sie finden Ihre Ausführung nicht? Schicken Sie uns die Maße oder den alten Schlauch – wir fertigen nach Vorlage.

10. Häufige Fragen

Ist „BIA M“ veraltet oder nicht mehr gültig?

Die Staubklasse M ist aktuell und gültig. Veraltet ist nur der Institutsname: Das BIA heißt heute IFA. Ein Filtermedium, das als „BIA M“ angeboten wird, meint dieselbe Klasse wie „IFA M“. Maßgeblich ist, dass die Prüfung nach der heutigen Norm DIN EN 60335-2-69 erfolgt ist.

Mein alter Entstauber hat noch eine Kennzeichnung wie „G“ oder „C“. Darf ich ihn weiter benutzen?

Das hängt vom Gerät und von Ihrer Gefährdungsbeurteilung ab. Für die Einordnung alter Kategorien in die heutigen Staubklassen ist die Vergleichstabelle des IFA maßgeblich (Link in Abschnitt 2). Im Zweifel fragen Sie Ihre Berufsgenossenschaft oder Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Reicht Klasse M auch für Hartholzstaub?

Ja. Die TRGS 553 fordert für Entstauber und Industriesauger bei Holzstaub die Staubklasse M. Klasse H ist für Stäube mit noch niedrigeren Grenzwerten, krebserzeugende Gefahrstoffe mit strengeren Anforderungen und Asbest vorgesehen.

Wie oft sollten Filterschläuche gewechselt werden?

Eine feste Frist gibt es nicht. Wechseln sollten Sie, wenn der Differenzdruck trotz Abreinigung hoch bleibt, die Absaugleistung spürbar nachlässt, Staub auf der Reinluftseite auftaucht oder der Filz verhärtet, eingerissen oder durchgescheuert ist. Dann am besten den kompletten Satz, damit alle Schläuche gleich arbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen Durchlassgrad und Filterfeinheit?

Die Filterfeinheit beschreibt, wie groß die kleinsten zurückgehaltenen Teilchen sind. Der Durchlassgrad sagt, wie viel des gesamten Staubes am Ende durchkommt. Für den Arbeitsschutz zählt der Durchlassgrad – und genau den prüft die Staubklasse.

Fazit

BIA, BGIA, IFA: Das Institut hat mehrfach seinen Namen gewechselt, das „M“ ist geblieben. Es steht für einen Filter, der mehr als 99,9 % des Staubes zurückhält – und damit für die Mindestanforderung, die heute für Holzstaub gilt. Dass „BIA M“ nach wie vor der geläufige Begriff ist, ist kein Fehler, sondern gelebte Branchensprache. Wichtig ist, was dahintersteht: ein geprüftes Filtermedium, das richtig herum, dicht und rechtzeitig eingebaut wird.

Fragen zu Ihrer Filteranlage beantworten wir gern – per E-Mail an info@sondermann.org oder über unsere Kontaktseite.

Quellen: IFA – Staubklassen für Industriestaubsauger, Entstauber und Kehrsaugmaschinen (Vergleichstabelle ZH 1/487 und DIN EN 60335-2-69, Stand Juli 2023) – maßgebliche Grundlage für die Zuordnung der Klassen; IFA-Handbuch, Geprüfte Filtermaterialien/Filterelemente für staubbeseitigende Maschinen – Positivliste (Kennzahl 550210/1); TRGS 553 „Holzstaub“ (Fassung vom 28.02.2025); BGHM – Holzstaubabsaugung; Geschichte des Instituts nach Angaben der DGUV. Die Darstellung ist vereinfacht und ersetzt keine Gefährdungsbeurteilung. Markennamen dienen ausschließlich der Zuordnung.