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EcoDrive03 Firmware-Modul – welches Modul in welchen DKC-Regler gehört

Ein EcoDrive03-Antriebsregelgerät läuft ohne gestecktes Firmware-Modul nicht an. Zwei Module können vorn dieselbe Bezeichnung tragen und trotzdem verschiedene Bauformen sein – der Unterschied steht auf der Schmalseite, wo kaum jemand hinsieht.

Wofür das Modul da ist

Der Regler DKC02.3-040-7-FW ist ohne Software nur ein Leistungsteil. Die Betriebssoftware sitzt nicht im Gerät, sondern in einem Steckmodul an der Frontplatte. Rexroth nennt die Baugruppe Programmiermodul; sie besteht aus einem Parametermodul und einem Firmwaremodul und ist im Projektierungshandbuch als eigenständig tauschbares Teil beschrieben.

Deshalb endet die Typenbezeichnung des Reglers auf -FW: Das Gerät ist für ein Firmware-Modul vorbereitet, das getrennt bestellt wird. Wer ein gebrauchtes Regelgerät kauft, muss also wissen, ob ein Modul dabei ist – und wenn ja, welches.

Woran man es erkennt

Das Modul steckt vorn am Regler, gehalten von einer gerändelten Schlitzschraube. Auf der Frontseite sitzen eine zweistellige 7-Segment-Anzeige (H1), ein versenkter Taster (S1) und zwei gelbe Drehcodierschalter (S2, S3) für die Antriebsadresse. Größe: etwa eine Streichholzschachtel.

Sie können es im eingebauten Zustand ablesen, ohne den Regler auszubauen. Zwei Etiketten sind wichtig, und sie sitzen an verschiedenen Stellen:

  • Frontseite – neben der Anzeige. Hier steht die Firmwarebezeichnung, etwa FWA-ECODR3-SMT-01VRS-MS, darunter die Materialnummer und die Fertigungswoche.
  • Schmalseite – auf der langen, schmalen Flanke. Hier steht das Trägermodul, entweder ESM02.2-FW oder ESM02.3-FW. Dieses Etikett sieht man nur, wenn das Modul gezogen ist.

Fotografieren Sie beide. Das Frontetikett allein genügt nicht.

Die Bezeichnung Stelle für Stelle

Der Regler

Beispiel DKC02.3-040-7-FW:

Stelle Bedeutung Im Beispiel
DKC Baureihe Antriebsregelgerät der EcoDrive-Familie.
02 Ausführung der Führungskommunikation An der Frontplatte ablesbar: DKC02.3 trägt die beiden SERCOS-Lichtwellenleiteranschlüsse X20 TX und X21 RX. DKC11.3 hat sie nicht.
.3 Gerätegeneration EcoDrive03. Das zugehörige Handbuch trägt die Kennung DOK-ECODR3-DKC**.3.
040 Nennstrom in Ampere 040 = 40 A. Gebräuchlich sind 016, 040, 100 und 200.
7 Spannungsklasse Bei allen uns vorliegenden Geräten beträgt die DC-Bus-Nennspannung 700 V.
FW Firmware getrennt Das Gerät nimmt ein Firmware-Modul auf, das separat bestellt wird. Es gehört nicht zwingend zum Lieferumfang.

Das Modul

Beispiel FWA-ECODR3-SMT-01VRS-MS:

Stelle Bedeutung Im Beispiel
FWA Firmware Kennzeichnet die Software, nicht die Hardware.
ECODR3 Zielsystem EcoDrive03. Module für die ältere EcoDrive-Generation heißen FWA-ECODRV-… und passen nicht.
SMT Funktionsvariante Uns begegnen SMT, SGP und FGP. Sie unterscheiden den Funktionsumfang. Welche Ihre Anlage braucht, steht auf dem vorhandenen Modul – raten Sie hier nicht.
01VRS Versionsstand 01VRS, 02VRS, 03VRS. Der Stand muss zur Steuerung und zur Achse passen.
MS Ausführung des Moduls Diese Endung tragen alle uns vorliegenden Module. Eine belastbare Deutung liegt uns nicht vor.

Das Trägermodul

Auf der Schmalseite steht die Hardware, auf der die Firmware sitzt. Zwei Bauformen sind uns begegnet:

Bauform Material-Nr. Erkennungsmerkmale
ESM02.2-FW 279726 Helles Kunststoffgehäuse, rote 7-Segment-Anzeige, zwei schwarze Schieber auf der Rückseite. Uns vorliegende Exemplare: Fertigung 1999 bis 2000.
ESM02.3-FW 289324 / R911289324 Vernickeltes Metallgehäuse, keine Schieber. Uns vorliegende Exemplare: Fertigung ab 2000. Nachfolgeausführung.

Steckerleiste, Rastermaß, Bauhöhe, Rändelschraube und die Frontelemente H1, S1, S2, S3 sind bei beiden gleich. Ob sich die Bauformen im selben Gerät gegenseitig ersetzen lassen, ist uns herstellerseitig nicht belegt. Solange das offen ist, gilt: gleiche Bauform bestellen.

Der Fall, an dem es scheitert – aus unserem Bestand:

FWA-ECODR3-SMT-01VRS-MS, SN 278740-27086, auf Trägermodul ESM02.2-FW, Kunststoff

FWA-ECODR3-SMT-01VRS-MS, SN 278740-0V235, auf Trägermodul ESM02.3-FW, Metall

Die Frontbeschriftung ist zeichengleich. Nebeneinandergelegt sieht man den Unterschied sofort – hell gegen vernickelt. Auf zwei Fotos aus zwei Anlagen sieht man ihn nicht.

Muss übereinstimmen – darf abweichen

Muss übereinstimmen

  • ZielsystemECODR3. Module der Vorgängergeneration ECODRV passen nicht.
  • Funktionsvariante – SMT, SGP oder FGP.
  • Versionsstand – 01VRS, 02VRS, 03VRS. Ein höherer Stand ist kein Ersatz für einen niedrigeren.
  • Bauform des Trägermoduls – ESM02.2 oder ESM02.3, solange die Austauschbarkeit nicht belegt ist.

Darf abweichen

  • Seriennummer – sie gilt nur für das einzelne Exemplar.
  • Fertigungswoche (K49/99, K04/02, 06W12)
  • Schreibweise der Materialnummer289324 und R911289324 bezeichnen dasselbe.
  • Regler, aus dem das Modul stammt – solange Variante, Version und Bauform stimmen.
  • Stellung der Drehcodierschalter – die Antriebsadresse wird ohnehin neu gesetzt.

Welches Modul in welchem Regler steckte

Die folgende Zuordnung stammt aus zehn Geräten, die wir ausgebaut und Etikett für Etikett erfasst haben. Sie zeigt, was in der Praxis zusammen verbaut war – nicht, was Rexroth freigegeben hat.

Regler Geräte-SN Firmware Trägermodul
DKC11.3-040-7-FW SNDKC113-25573 SMT-01VRS-MS ESM02.3 · Metall
DKC11.3-040-7-FW SNDKC113-25579 SMT-01VRS-MS ESM02.3 · Metall
DKC11.3-040-7-FW SNDKC113-25583 SMT-01VRS-MS ESM02.3 · Metall
DKC02.3-040-7-FW SNDKC023-10085 SMT-01VRS-MS ESM02.2 · Kunststoff
DKC02.3-040-7-FW SNDKC023-10086 SMT-01VRS-MS ESM02.2 · Kunststoff
DKC02.3-040-7-FW SNDKC023-10087 SMT-01VRS-MS ESM02.2 · Kunststoff
DKC02.3-040-7-FW DKC023-0S418 SMT-01VRS-MS ESM02.3 · Metall
DKC02.3-040-7-FW SNDKC023-15526 SMT-01VRS-MS ESM02.2 · Kunststoff
DKC02.3-100-7-FW SNDKC023-06151 SMT-01VRS-MS ESM02.2 · Kunststoff
DKC02.3-100-7-FW DKC023-1Q721 SMT-02VRS-MS ESM02.3 · Metall

Zwei Beobachtungen daraus. Erstens: Die Bauform hängt nicht am Reglertyp. Vier DKC02.3-040 aus derselben Baureihe trugen dreimal Kunststoff und einmal Metall. Von der Typenbezeichnung des Reglers lässt sich die Bauform des Moduls also nicht ableiten – Sie müssen nachsehen.

Zweitens: Der Versionsstand hängt nicht am Baujahr des Reglers. Die beiden DKC02.3-100 sind derselbe Typ, sieben Jahre auseinander gebaut, und tragen unterschiedliche Firmware. Wer zwei Geräte derselben Anlage vergleicht, kann trotzdem zwei verschiedene Stände vor sich haben.

Was in der Praxis schiefgeht

Das Modul fehlt. Viele gebrauchte Regelgeräte werden ohne Modul gehandelt – wir selbst bieten sie so an, weil die meisten Kunden ihr erprobtes Modul aus dem Altgerät übernehmen. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob eines dabei ist.

Der Parametersatz stammt aus der Vormaschine. Ein gebrauchtes Modul bringt die Konfiguration der Anlage mit, aus der es kam. Die Parametrierung ist anlagenseitig neu vorzunehmen.

Die Frontbeschriftung täuscht. Der häufigste Fehlkauf entsteht, weil zwei Module vorn identisch beschriftet sind. Erst das Etikett auf der Schmalseite trennt sie.

Die Baugruppe wird mit dem Gerät verwechselt. Auf dem Frontetikett des Moduls steht eine Materialnummer (278740, R911285655), auf dem Regler eine andere (279427, 279430, 279433). Wer die Modulnummer als Gerätenummer weitergibt, bekommt ein Angebot über das falsche Teil. Uns ist genau das schon in eigenen Artikelbeschreibungen passiert.

Passende Artikel im Shop

Die zehn oben erfassten Geräte stehen bei uns im Lager – Regelgerät und Modul getrennt, damit Sie Ihr erprobtes Modul weiterverwenden können und nur das nachkaufen, was Ihnen fehlt.

Passendes Wissen: Indramat / Bosch Rexroth Antriebe · Servomotoren – Typenschild lesen · Siemens SIMODRIVE 611

Nummer statt Bezeichnung? REXROTH / Indramat · alle Nummernverzeichnisse

Zurück zur Wissensdatenbank. Sie kommen an die Schmalseite nicht heran oder das Etikett ist unleserlich? Schicken Sie uns ein Foto von Frontseite und Regler-Typenschild – meist lässt sich das eingrenzen.

Rechtlicher Hinweis: Die Gerhard Sondermann GmbH ist ein unabhängiger Händler und steht in keiner Geschäftsbeziehung zu den genannten Herstellern. Marken-, Typen- und Artikelnummern werden ausschließlich zu Referenz- und Identifikationszwecken genannt, um die Verwendbarkeit der angebotenen Teile zu beschreiben. Angaben zu Typenschlüsseln beruhen auf Herstellerunterlagen und eigener Praxis; maßgeblich ist im Zweifel die Unterlage des Herstellers. Die Zuordnungstabelle gibt den vorgefundenen Verbauzustand wieder und stellt keine Freigabe des Herstellers dar. Angebotene Teile sind, sofern nicht ausdrücklich als Originalteil gekennzeichnet, kompatible Ersatz- oder Gebrauchtteile. Alle Angaben ohne Gewähr.